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Entwässerung: Die richtige Entscheidung heute beugt Probleme in Zukunft vor

Eine zuverlässige Entwässerung gewinnt zunehmend an Bedeutung, da Gebäude immer stärkeren Regenfällen und plötzlichen Überschwemmungen ausgesetzt sind.

Entwässerung bleibt oft unbemerkt, bis sich Wasser dort ansammelt, wo es nicht hingehört. Sowohl bei Wohn- als auch bei Gewerbegebäuden ist eine zuverlässige Entwässerung unerlässlich, um schmutziges oder leicht verunreinigtes Wasser abzuleiten und Gebäude, Anlagen sowie den täglichen Betrieb zu schützen.

Der Bedarf an einer effektiven Entwässerung wird immer dringlicher. Europa ist mit erheblichen Auswirkungen durch Extremwetterereignisse und Überschwemmungen konfrontiert. Im Jahr 2024 waren schätzungsweise 413.000 Menschen in ganz Europa von Stürmen und Überschwemmungen betroffen, wobei der wirtschaftliche Schaden auf 18 Milliarden Euro geschätzt wurde. Der Klimawandel trägt zu Veränderungen der Niederschlagsmuster bei, einschließlich einer Zunahme der Intensität einiger Extremereignisse, während die Urbanisierung und andere lokale Faktoren das Hochwasserrisiko weiter erhöhen können.

Für Gebäude wird eine effektive Entwässerung daher zu einem immer wichtigeren Bestandteil der Widerstandsfähigkeit. In Kellern, Garagen, Technikräumen, Versorgungsbereichen und anderen tief gelegenen Räumen muss Wasser unter Umständen schnell abgepumpt werden, wenn die normale Entwässerung nicht ausreicht, wie zum Beispiel nach starken Regenfällen, bei Eindringen von Wasser oder bei Leckagen.

Die Auswahl der richtigen Entwässerungspumpe ist daher von entscheidender Bedeutung. Es gibt mehrere wichtige Kriterien, die berücksichtigt werden müssen, um eine zuverlässige Wasserableitung zu gewährleisten und das Risiko von Verstopfungen, Ausfallzeiten, Überschwemmungen und kostspieligen Wartungseinsätzen zu minimieren.

Drei wichtige Kriterien für die Auswahl der richtigen Entwässerungspumpe

1. Fördermenge (Q)

Die erste Frage ist einfach: Wie schnell muss das Wasser abgepumpt werden?

Die Fördermenge bestimmt die hydraulische Auslegung der Pumpe und sollte unter Berücksichtigung des zu erwartenden Wasserzuflusses, der angeschlossenen Entwässerungspunkte und möglicher Spitzenbedingungen ermittelt werden.

Dies ist besonders wichtig, wenn mehrere Entwässerungspunkte zusammenlaufen oder sich Wasser schnell ansammeln kann. In Gebieten, die starken Regenfällen oder Überschwemmungen ausgesetzt sind, kann eine ausreichende Förderleistung entscheidend sein, um zu verhindern, dass der Wasserstand schneller ansteigt, als das System das Wasser abführen kann.

Die erforderliche Fördermenge sollte daher stets unter Berücksichtigung des konkreten Entwässerungsszenarios und der zu erwartenden Spitzenbedingungen ermittelt werden.

2. Wassereigenschaften und Feststoffe

Nicht jedes Entwässerungswasser ist gleich.

Je nach Anwendungsfall kann das Wasser sauber, leicht verunreinigt oder verschmutzt sein und Schwebstoffe, Fasern oder andere Materialien enthalten. Die Pumpe muss entsprechend diesen Eigenschaften ausgewählt werden, um einen zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten und das Verstopfungsrisiko zu verringern.

Wenn Feststoffe oder faserige Materialien ein erhöhtes Verstopfungsrisiko darstellen, ist eine Pumpe mit Zerkleinerungstechnik geeignet. Der Zerkleinerer zerkleinert die Feststoffe vor dem Abfluss und kann unter anspruchsvollen Entwässerungsbedingungen besonders nützlich sein.

Ein Zerkleinerer ist jedoch nicht für jede Anwendung die richtige Lösung. Die Auswahl der Pumpe sollte stets auf den tatsächlichen Wassereigenschaften, den vorhandenen Feststoffen, den Rohrleitungen und den Systemanforderungen basieren.

3. Gesamtförderhöhe (H)

Bei der Entwässerung geht es häufig darum, Wasser von einem tiefer gelegenen Punkt zu einem höher gelegenen Auslasspunkt zu befördern.

Die Gesamtförderhöhe setzt sich aus der vertikalen Förderhöhe und den Reibungsverlusten in der Druckleitung zusammen. Beide Faktoren müssen bei der Auswahl einer Pumpe und der Überprüfung des tatsächlichen Betriebspunkts berücksichtigt werden.

Dies ist besonders relevant für:

  • Keller und Tiefgaragen;
  • Technik- und Anlagenräume;
  • Entwässerungsschächte und -becken;
  • Bereiche unterhalb des Abwasser- oder Abflussniveaus;
  • Gebäude, in denen Wasser zu einer entfernten Ableitungsstelle gefördert werden muss.

Eine Pumpe kann unter einer bestimmten Bedingung zwar die erforderliche Fördermenge liefern, versagt jedoch möglicherweise bei der tatsächlich von der Anlage benötigten Förderhöhe. Eine korrekte hydraulische Auslegung ist daher unerlässlich.

Entwässerungsanwendungen: Die wichtigsten Herausforderungen

Wohngebäude und Mehrfamilienhäuser

Hier können sowohl routinemäßige Entwässerungsanforderungen als auch unerwartete Wasseransammlungen aufgrund von Undichtigkeiten, Eindringen von Wasser oder starken Regenfällen auftreten. Keller, Garagen, Waschküchen, Technikräume und andere tief gelegene Räume sind besonders anfällig, da das Wasser nicht immer durch Schwerkraft abgeleitet werden kann.

Gewerbliche Einrichtungen

Hier bestehen vielfältige Entwässerungsanforderungen, beispielsweise die Notfallentwässerung in Tiefgaragen oder in Technikräumen mit elektrischen Anlagen. Die größten Probleme sind oft unerwartete Wasseransammlungen, Betriebsunterbrechungen, Schäden an Anlagen sowie die Notwendigkeit einer zuverlässigen Entwässerung in beengten oder schwer zugänglichen Bereichen.

Leichtindustrie und kleine Werkstätten

Hier können variable Entwässerungsbedingungen mit Schmutz, Schwebstoffen und potenziell anspruchsvollen Betriebsumgebungen auftreten. Zu den größten Herausforderungen zählen unterschiedliche Wassereigenschaften, Feststoffe, begrenzter Einbauraum sowie die Folgen von Betriebsausfällen oder Wasseransammlungen in der Nähe von Maschinen, Lager- und Technikbereichen.

Die richtige Pumpe beginnt mit der richtigen Anwendung

Die richtige Auswahl einer Entwässerungspumpe kann zu weniger Verstopfungen und Wartungsaufwand, einer zuverlässigen Wasserableitung, einer einfacheren Installation und mehr Vertrauen bei Endnutzern und Facility-Managern führen.

Das Lowara-Entwässerungsprogramm bietet Lösungen für verschiedene Wassereigenschaften und Entwässerungsanforderungen.

  • Lowara DOC- und DIWA-Pumpen sind die beste Wahl für sauberes oder leicht verschmutztes Wasser.
  • Die Serien DN und DOMO sind für anspruchsvollere Schmutzwasserbedingungen ausgelegt.
  • DOMO GRI kommt zum Einsatz, wenn Feststoffe oder faserige Materialien den Einsatz von Zerkleinerungstechnik erfordern.

Die richtige Wahl beginnt mit dem Verständnis der Anwendung: Wie viel Wasser muss abgepumpt werden? Was enthält es? Und wie hoch muss es gefördert werden?

Die Beantwortung dieser Fragen vor der Auswahl der Pumpe trägt dazu bei, einen zuverlässigen Betrieb zu gewährleisten und Gebäude, die Geschäftskontinuität sowie den täglichen Anlagenbetrieb zu schützen.

Entwässerung als Teil der Widerstandsfähigkeit von Gebäuden

Überschwemmungen lassen sich nicht allein durch eine Entwässerungspumpe verhindern, doch eine effektive Entwässerung kann einen wichtigen Beitrag zur Widerstandsfähigkeit eines Gebäudes leisten, wenn unerwartet Wasser eindringt.

Die neuesten europäischen Klimadaten unterstreichen die Notwendigkeit, die Widerstandsfähigkeit bei der Planung und Instandhaltung von Gebäuden zu berücksichtigen. Das Erdbeobachtungsprogramm „Copernicus“ der Europäischen Union berichtet, dass 2024 das Jahr mit den flächendeckendsten Überschwemmungen in Europa seit 2013 war, während Europa zudem der sich am schnellsten erwärmende Kontinent ist und die Veränderungen der Niederschlagsmuster eine Zunahme der Intensität extremer Ereignisse beinhalten.

Für Gebäudeeigentümer, Installateure und Facility-Manager wird eine zuverlässige Entwässerung daher zu einem immer wichtigeren Aspekt, insbesondere in tief gelegenen Bereichen und Räumen, in denen sich ansammelndes Wasser erhebliche Störungen oder Schäden verursachen kann.