Ein neuer Bericht zeigt, dass die Zusammenarbeit zwischen Interessengruppen entscheidend ist, um die zukünftige Wasserversorgung sicherzustellen und das Wassermanagement zu verbessern. Der „Sink or Swim“-Bericht des Cambridge Institute for Sustainability Leadership (CISL) fordert zu einer verstärkten Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Wasserversorgern und Regierungen auf.
„Sink or Swim“ der von Cambridge ausgerichteten Natural Capital Leaders Platform ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von neun Unternehmen aus sechs Bereichen – Wasserversorger, Landwirtschaft, Finanzinstitute, Handel, Immobiliendienstleister und Ingenieurbüros, die nach neuen Managementstrategien für Wasser, eine der wichtigsten Ressourcen der Welt, suchen. Der Bericht wurde im Juni der Royal Society in London vorgestellt.
Im aktuellen Bericht des Weltwirtschaftsforums „Globale Risiken 2013“ gaben Führungskräfte an, dass sie die Verfügbarkeit von Wasser als eine der fünf wichtigsten globalen Unternehmensrisiken ansehen. Wasser ist eine wirtschaftlich strategische Ressource und ein zentrales Element des Naturkapitals, das die Grundlage zahlreicher Geschäftsaktivitäten bildet.
Im Bericht wird argumentiert, dass die Wasserknappheit eine Bedrohung für sowohl Gemeinden als auch Unternehmen darstellt, während eine Welt mit gesicherten Wasserressourcen und einem sektorübergreifenden Ressourcenmanagement das Ende einer fragmentierten Verantwortung für Wasser bedeuten würde. Um dies zu erreichen, müssen Wasserversorger, Unternehmen und staatliche Behörden zusammenarbeiten.
Peter Simpson, Geschäftsführer von Anglian Water, erklärte in seinem Vortrag vor der Royal Society: „Einen sorgsamen Umgang mit Wasser sicherzustellen und dafür zu sorgen, dass es in ausreichender Menge und Qualität vorhanden ist, ist für den geschäftlichen Erfolg unablässig. Wasserknappheit kann die Produktivität beeinträchtigen, die Versorgungskette unterbrechen, zu einer Konkurrenz zwischen den Wasserverbrauchern führen und schließlich das Vertrauen in ein Unternehmen und dessen Ruf schädigen. Diese Risiken betreffen die einzelnen Sektoren auf unterschiedlichste Art, Zusammenarbeit und Innovation sind jedoch unabdingbar, um die erforderliche Widerstandsfähigkeit zu erreichen und die Finanzen zu schützen.“
In dem Bericht, der die Widerstandsfähigkeit unterschiedlicher Interessengruppen im Hinblick auf Wasserverknappung zum Thema hat, werden vier finanzielle Modelle vorgestellt. Jedes Modell bietet einen innovativen Ansatz für sektorübergreifende Wasserinvestitionen und fordert zu gemeinsamen Investitionen unterschiedlicher Interessengruppen einschließlich Wasserversorgern, Handel und Landwirtschaft auf.
Chris Brown, Leiter der Abteilung für nachhaltige Geschäftsentwicklung der Supermarktkette Asda, erklärte: „Die uneinheitliche und unzuverlässige Verfügbarkeit von Waren aufgrund von Wasserknappheit oder Überschwemmungen hat einen direkten Einfluss auf die Versorgungskette. Der Handel kann jedoch nicht allein die Verantwortung für die erforderliche Wasserversorgung tragen, sondern es ist ein gemeinschaftlicher Ansatz erforderlich – daher freuen wir uns, Teil dieser Initiative zu sein.“
Der Bericht schließt ab: „Jetzt ist der richtige Zeitpunkt für Unternehmen und Regierungen, zusammenzuarbeiten und sich dem steigenden Bedarf an Wasserressourcen zu stellen. Diese Zusammenarbeit hat Unternehmen die Tür geöffnet, um zusammen mit der Regierung schlüssige Wasserinvestitions- und Managementstrategien zu entwickeln, um eine widerstandsfähige Wasserversorgung zu sichern und die Risiken in mehreren Sektoren zu reduzieren.“
Weitere Informationen:
http://www.eaem.co.uk/news/sink-or-swim-report-says-cooperation-key-managing-water-risk
Alternativ können Sie hier den kompletten CISL-Bericht herunterladen:
http://www.cisl.cam.ac.uk/natcap