Mit einem Fünftel der Weltbevölkerung aber nur sieben Prozent der Süßwasserressourcen, stehen China im Hinblick auf die Wasserversorgung schwierige Zeiten bevor. Eine neue Studie von Xylem zeigt, dass 96 Prozent der in Städten lebenden Chinesen die Herausforderungen in Bezug auf Wasser, denen ihr Land gegenübersteht, als ernsthaft einstufen. Zu den wichtigsten Fragen gehören Umweltverschmutzung, industrielle Abwässer und übermäßiger Verbrauch.
Xylems Value of Water Index, eine Studie, die auf umfassenden Interviews mit Personen aus der chinesischen Bevölkerung sowie Akteuren aus der Wasserwirtschaft basiert, zeigt, dass 99 Prozent der Befragten der Auffassung sind, dass ein dringender Handlungsbedarf besteht, um Chinas Herausforderungen in Bezug auf Wasser zu begegnen. Mehr als zwei Drittel der Befragten sind über die Auswirkungen besorgt, die Wasserprobleme auf die chinesische Wirtschaft haben können.
Der Xylem 2014 Value of Water Index ist der dritte Teil der Studie, und der erste, der außerhalb der USA durchgeführt wurde. Der Index wurde als Teil von Xylems Engagement ins Leben gerufen, zur Lösung der globalen Wasserprobleme beizutragen und dient dazu, die Auffassung der Allgemeinheit zu dieser zentralen Frage näher zu beleuchten.
Die Bedenken der Befragten werden durch eine Studie untermauert, die vom chinesischen Ministerium für Umweltschutz veröffentlicht wurde. Diese besagt, dass ein Großteil der Grundwasservorkommen in China verunreinigt ist. Laut dem chinesischen Nachrichtenbüro Xinhua wird in der Studie die Wasserqualität in ca. 60 Prozent von Chinas 4 778 Grundwasserüberwachungsstationen als „schlecht“ oder „sehr schlecht“ eingestuft, was das Ausmaß der Herausforderungen, denen China im Hinblick auf seine Wasserversorgung gegenübersteht, noch weiter verdeutlicht.
Lösungen für Chinas Herausforderungen in Bezug auf Wasser finden
„Wir haben den Value of Water Index in China durchgeführt, um uns – zusätzlich zur Konsultation von Experten aus der Industrie – ein besseres Bild darüber machen zu können, wie die chinesische Öffentlichkeit die Wasserprobleme einstuft“, erklärt Shuping Lu, Präsidentin von Xylem China. „Es zeigte sich, dass in China ein breites Verständnis für die Dringlichkeit besteht, sich den Herausforderungen in Bezug auf Wasser zu stellen und die meisten Menschen sind bereit, eine aktive Rolle beim Erreichen dieses wichtigen Ziels zu übernehmen.“
Die überwiegende Mehrheit der Befragten gab an, dass sie bereit sind, einen persönlichen Beitrag zur Lösung der Wasserprobleme zu leisten, z. B. indem sie ihr Verhalten ändern, Wasser sparen und mehr investieren, um Zugang zu sichererem, saubererem Wasser zu erhalten. 92 Prozent stellen sich zudem positiv zur Zusammenarbeit zwischen der Regierung und dem privaten Sektor, um die Probleme zu lösen.
Die chinesische Regierung gab kürzlich ihre Pläne bekannt, zwei Billionen Yuan (277 Milliarden Euro) zur Lösung der Wasserprobleme zu investieren, wobei der besondere Schwerpunkt bei der Verbesserung der Wasserqualität auf Investitionen in Infrastruktur und Technologie liegt.
„In China findet derzeit ein wichtiger Prozess statt“, fährt Shuping Lu fort, „und Xylem hofft, die Anstrengungen der Regierung zu unterstützen, indem wir auch weiterhin gemeinsam Lösungen finden und entwickeln.“
Das Gesamtergebnis des Index können Sie über folgenden Link einsehen: http://www.xyleminc.com/valueofwater/